
Im Observatorium
ULRICH WOELK
Autorenlesung mit Führung durch den Wissenschaftspark auf dem Telegrafenberg durch Dr. Volker Müller, Emeritus des Astrophysikalischen Instituts Potsdam.

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© Bettina Keller
Nichts im Leben ist von Dauer, wird dem Astrophysiker Frank Zweig nach dem Tod seines Vaters klar. Kindheit und Jugend vergehen, die Liebe ist flüchtig und endet in Einsamkeit. Der Protagonist versucht, dem mit wissenschaftlichen Denken beizukommen. Doch kann das menschliches Handeln verändern?
In seinem Wissenschaftsroman – oder ist es eine Persiflage darauf? – zeigt Ulrich Woelk psychoanalytisch genau, dass sich mit dem Beobachten das Beobachtete verändert.
Die Lesung findet an einem Ort statt, der dem Beobachten in besonderer Weise gewidmet ist: im Großen Refraktor auf dem Potsdamer Telegrafenberg. Das Observatorium beherbergt das viertgrößte bewegliche Linsenfernrohr der Welt, erbaut 1899. In den 1990er-Jahren wurde die Anlage grundlegend restauriert und ist heute voll funktionsfähig. Vor bzw. im Anschluss an die Lesung wird zudem ein Rundgang über den Telegrafenberg in Kleingruppen angeboten. Seit fast 150 Jahren forschen die Einrichtungen dort zum Verhältnis zwischen Himmel und Erde.
Ulrich Woelk:
Die Einsamkeit des Astronomen.
Hamburg: Hoffmann und Campe 2005.
Zuletzt erschien von Ulrich Woelk: Hellere Tage. München C.H. Beck 2026.

Samstag, 4. Juli 2026
12 Uhr
Bitte ca. 20 Minuten vor Beginn eintreffen
Großer Refraktor
Albert-Einstein-Straße
14473 Potsdam
Treffpunkt: Pförtnerhäuschen Wissenschaftsparkgelände Telegrafenberg
Albert-Einstein-Straße
Lesung und Führung sind leider nicht barrierefrei. Aufgrund der örtlichen Gegebenheiten sind gute Mobilität sowie die Fähigkeit, Treppen zu nutzen, erforderlich.
Ticket: 18€, erm. 10€
Bitte nutzen Sie bei der Anfahrt mit dem Auto die Parkmöglichkeiten in der Albert-Einstein-Straße, eine Einfahrt in den Wissenschaftspark ist nicht möglich. Vom Eingang sind es etwa 10 Minuten Fußweg (500 Meter) zum Großen Refraktor.

Dr. Volker Müller hat an der Universität Leipzig Physik studiert und 1981 auf dem Gebiet der relativistischen Astrophysik in Potsdam promoviert. 1991 erhielt er seine Lehrberechtigung auf dem Gebiet der theoretischen Astrophysik und hat Vorlesungen in Münster, Berlin und Potsdam gehalten. Von 1992 bis zur Pensionierung 2015 arbeitete er als Leiter der Abteilung Kosmologie am Leibniz-Instituts für Astrophysik (AIP). Er hat 120 wissenschaftliche Arbeiten und mehrere Bücher verfasst und an der Universität Potsdam Studenten betreut. Bis zum letzten Jahr war er 17 Jahre im Vorstand der Urania Potsdam tätig und ist für die Ausstellung „Einstein in Caputh“ verantwortlich.
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