Orhan Pamuk

LIT:potsdam begrüßt seinen „Writer in Residence“ 2020! 

 
 
 
 
 
 
 
 

 

Foto: Hakan Ezilmez

Der Nobelpreisträger Orhan Pamuk ist Writer in Residence der LIT:potsdam 2020. An zwei Abenden stellt er sich dem Publikum als Schriftsteller und Fotograf vor. Erstmals weitet das Festival damit den Blick von der Literatur auf die bildende Kunst und eröffnet eine Ausstellung mit seinen Fotos: Gemeinsam mit Verleger Gerhard Steidl präsentiert Orhan Pamuk im Kunstraum Potsdam Bilder seines im Juni erscheinenden Fotobandes „Orange“. Sie zeigen nächtliche Stadtlandschaften Istanbuls, denen die warme orangene Beleuchtung der alten Straßenlaternen ihren charakteristischen Ausdruck verliehen hat. Dies verändert sich zusehends mit dem Einzug der kühleren neon-weißen LED-Lichter. Ein weiterer Abend mit Orhan Pamuk ist seinem Romanwerk gewidmet: Bei der traditionellen Festveranstaltung im Park der Villa Jacobs wird er mit einer Lesung und im Gespräch mit Denis Scheck zu erleben sein.
 


Orhan Pamuk, 1952 in Istanbul geboren, bringt in vielen seiner Werke die tiefe Verbundenheit mit seiner Heimatstadt zum Ausdruck. So etwa in dem 2018 im Steidl Verlag erschienenen Fotobuch „Balkon“. Es zeigt Bilder, die von seiner Wohnung aus entstanden sind, mit Ausblick auf ein Panorama aus großstädtischer Skyline, nahen Hügeln, fernen Inseln und Bergen. Mit seiner Erzählkunst – rund zehn seiner Romane sind auf Deutsch im Hanser Verlag erschienen – baut Pamuk Brücken zwischen Europa und der Tradition des Orients. 2005 erhielt er den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels, da er „wie kein anderer Dichter unserer Zeit den historischen Spuren des Westens im Osten und des Ostens im Westen“ nachgehe. 2006 wurde Orhan Pamuk mit dem Nobelpreis für Literatur als ein Autor geehrt, der „auf der Suche nach der melancholischen Seele seiner Heimatstadt neue Sinnbilder für Streit und Verflechtung der Kulturen gefunden hat“.