LIT:podcast

STEFANIE SCHUSTER IM GESPRÄCH

 

Der Schulhausroman in Brandenburg und bei LIT:potsdam

 


Die beiden Literaturwissenschaftlerinnen Grit Weirauch und Sabina Meier Zur bringen in Workshops Schulklassen dazu, gemeinsam einen Roman zu schreiben, der danach veröffentlich wird – und sogar nachbestellt werden kann.

 

Im Interview mit Stefanie Schuster sprechen sie über Text-DJs, jugendliche Weltsichten und darüber, wie man aus Serien-Spin-Offs Schulhausromane macht.  

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Foto: Stefanie Schuster

Es stört die beiden aus Potsdam und Caputh stammenden Literaturwissenschaftlerinnen Grit Weirauch und Sabina Meier Zur eigentlich gar nicht, wenn die Schülerinnen und Schüler in ihren Workshops bislang vorwiegend WhatsApp-Nachrichten und Instagram-Stories gelesen haben. Sie vertrauen dabei auf die Magie der Worte und das pralle Leben, das letztlich doch immer in einen Roman mündet. Damit jedoch das eine zum anderen kommt, beauftragen sie Autorinnen und Autoren aus Berlin und Brandenburg, um Jugendliche speziell aus literaturfernen Elternhäusern zum Schreiben zu ermuntern – und zwar klassenweise.

 

Das Modell des sogenannten „Schulhausromans“ stammt aus der Schweiz, wo bereits mehr als 200 Schulhausromane nach diesem Muster geschrieben wurden – teilweise anspruchsvoll ausgearbeitete Projekte, teils künstlerisch interessante Skizzen. Sie bieten einen tiefen Einblick in die Lebenswelten von jungen Menschen, denen nicht an der Wiege vorgelesen wurde. Neben den Schülerinnen und Schülern sollen auch die Autoren und Autorinnen selbst vom gemeinsamen Schreiben profitieren, so der Plan von Grit Weirauch und Sabina Meier Zur. Auch für die teilnehmenden Schulen ist das Projekt in vielerlei Hinsicht ein Geschenk.