Nachlese zum lit:potsdam- Event

DANIEL KEHLMANN im Filmmuseum Postdam

Mittwoch, 3. November 2021 I 19 Uhr 

 

 
 
 
 
 
 
 

​v.l.: Autor Daniel Kehlmann, Vereinsvorsitzende Marianne Ludes, Kurator Thomas Böhm, Drehbuchautorin Andrea Willson.   Fotos: lit:pots e.V.

Daniel Kehlmann über Drehbuchschreiben, Inspirationen und den Film "Nebenan"

Begrüßung: Thomas Böhm; Gespräch mit Daniel Kehlmann: Andrea Willson

Am Mittwoch, 3. November 2021, kam Daniel Kehlmann nach Potsdam, um sein im Sommer gegebenes Versprechen einzulösen: Den ausgefallenen Termin werde er nachholen - nicht als Romancier, sondern als Drehbuchautor. Und so stellte er im Filmmuseum den Film „Nebenan“ vor. Das Orignial-Drehbuch zum Publikumserfolg schrieb Kehlmann - ein Lieblingsprojekt, das er von der ersten Idee an mit entwickelte. Es war das Regiedebüt von Daniel Brühl, mit dem Kehlmann eine persönliche Freundschaft verbindet. 

Das Publikum im dank 2G-Regelung vollbesetzten Kinosaal erfuhr so einiges über die Unterschiede zwischen der Arbeit an einem Roman und der an einem Drehbuch. Als Romanautor, so Kehlmann im Gespräch mit lit:pots-Gründungsmitglied Andrea Willson, ebenfalls eine erfolgreiche Drehbuchautorin, habe man jegliche künstlerische Freiheit und könne jenseits von Zeit und Raum seine Geschichte "fliegen lassen". Das Drehbuch hingegen unterliege den häufig praktischen Maßgaben der Filmproduktion, sei eine Aufgabe, die auch handwerkliche Seiten habe und Szene um Szene in engem Austausch mit Regie und Schauspielern entstehen lasse. Spannend: eine Geschichte, die im Miteinander entsteht.

 

Daniel Brühl, der Regisseur und Hautpdarsteller von "Nebenan", hatte die Idee für den FIlm: eine kleine Begegenheit, die ihm in Barcelona widerfahren war, gab den Anstoß für das gemeinsam entwickelte Filmprojekt.

Der Abend markierte auch eine Premiere für den neuen Kurator von LIT:potsdam: Thomas Böhm übernahm im Oktober 2021 die künstlerische Leitung von Karin Graf. Der bekannte Radiomoderator, Literaturkritiker und -vermittler stellte sich hier erstmals dem Potsdamer LIT:potsdam-Publikum vor.

 

 

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