Sonntag, 6. Juni 2021 I 12.00-18.00 Uhr I Eintritt frei 

BRANDENBURGISCHES BÜCHERFEST 

Programm auf der Musikbühne 

 

Durch das Programm führt Stefanie Schuster.

12.50 UHR I BEGRÜßUNG 

Das Organisationsteam des Bücherfests und der Vorstand von lit.pots e.V. eröffnen das Bühnenprogramm

13.00 UHR | LESUNG: „DIE STUMMEN FELDER

 

Ein Lobgesang des Wassers. Ein Lobgesang auf die Vielfalt des Sprechens. Multiperspektivisch erzählt. Die Mondin, das Wasser, Blaualgen und selbst Aale kommen zu Wort. Im Zentrum steht Frou-Frou. Dorothée Brüne, Autorin mehrerer Romane und Sachbücher, Coach und Leiterin von Schreibseminaren aus Potsdam, liest aus ihrem aktuellen Romanprojekt.

Präsentiert von Wortweberei und Wegbegleitung 

13.30 UHR | LESUNG: „HERMIONE – DIE FLUCHT INS LEBEN”

Hermione von Preuschen (1854 – 1918) war Malerin, Schriftstellerin, Weltreisende und Frauenrechtlerin. Bernd Erhard Fischer erzählt das Leben dieser heute vergessenen, gleichwohl faszinierenden Frauengestalt mit großer Emphase. Mit feiner Ironie kämpft er sich durch ein Dickicht aus Dichtung und Wahrheit und erfasst Tragik und Glanz einer Selbstinszenierung, die wohl die einzige Chance für eine Künstlerin war, wenn sie in der Männerwelt des deutschen Kaiserreichs bestehen wollte.

Präsentiert von Edition A.B. Fischer

14.00 UHR | BUCH- UND PROJEKTVORSTELLUNG „POEDU"


“POEDU” – Herausgegeben von Kathrin Schadt, mit Illustrationen von Petrus Akkordeon, präsentiert von Juliane Ziese und Dincer Gücyeter


In Zeiten der Krise brauchen auch Kinder Ausdruck und Hoffnung. Jeden Freitag wird den teilnehmenden Kindern eine Poesieaufgabe von einem:r anderen bekannten Poet:in gestellt. Freitags darauf werden die neusten Gedichte veröffentlicht. Dieses Buch versammelt nun die Aufgaben und Texte, die während des Pandemiejahres 2020 entstanden sind. Es entstand aber auch, um diese besondere, gemeinsame Zeit festzuhalten, in der die Welt aus den Fugen geriet und wir sie uns gemeinsam mit Worten wieder zusammenfügen.

Präsentiert von ELIF VERLAG  und EDITION LYRIGMA

14.30 UHR | LESUNG: „EWIG HER UND GAR NICHT WAHR

Kann man sich totstellen, um der sicheren Erschießung zu entkommen? Einen Fluch unschädlich machen, indem man die Tür verriegelt? Den Abschied vergessen und Gefühle auf Leinwand bannen? Die junge Künstlerin Kira erzählt die Geschichte ihrer jüdisch-russischen Familie. Eine Geschichte von Aufbrüchen und Verwandlungen, von Krokodilen und Papierdrachen. Marina Frenk findet eine frische, bilderreiche und sehr körperliche Sprache. Ihr eindrückliches, raffiniert gebautes Debüt ist ein Buch über Familie und Herkunft, über Eltern- und Kindschaft. Es ist ein heutiger Künstlerinnenroman und vor allem auch der Roman einer Liebe. Marina Frenk, 1986 in Moldawien geboren, lebt seit 1993 in Deutschland. Sie ist Schauspielerin und Musikerin, unter anderem am Schauspiel Köln, am Maxim Gorki Theater und am Schauspielhaus Bochum. 2016 erhielt sie zusammen mit Sibylle Berg den 65. Hörspielpreis der Kriegsblinden für »Und jetzt: die Welt!«. Ihr Hörspiel »Jenseits der Kastanien« wurde mit dem Europäischen CIVIS Radiopreis 2017 ausgezeichnet.

Präsentiert von Verlag Klaus Wagenbach

15.00 UHR | TALK

 

Stefanie Schuster spricht mit Jeanette Toussaint über ihre Bücher und Projekte zur Potsdamer Frauengeschichte. Außerdem wird die Autorin aus ihrem neuen Werk „Bilder/Geschichten vom Desertieren“ lesen, an dem sie derzeit mit der Grafikerin Susanne Stich arbeitet.

15.30 UHR | MUSIK

 

Swing und Jazz mit dem SOCKET SWING TRIO

Die dreiköpfige Band aus Potsdam bringt mit Trompete, Gesang, Gitarren und Drumset Jazz-Musik und Swing-Feeling in die Schiffbauergasse.

16.30 UHR | BUCHVORSTELLUNG: „CHRISTIAN VOß UND DIE STERNE

 

Doris Hermanns stellt den von ihr herausgegebenen Roman „Christian Voß und die Sterne“ von Hertha von Gebhardt vor

1942 teilt Irene Jonas als einzige Überlebende ihrer Familie die einstige elterliche Wohnung in Berlin mit einer zusammengewürfelten Mischung aus ebenfalls jüdischen Untermieterinnen und Untermietern. In der Schlange eines Obst- und Gemüseladens lernt sie den mecklenburgischen Apotheker Christian Voß kennen. Trotz der damit verbundenen Gefahr wird ihre Beziehung enger und Voß bekommt Zutritt zu ihrer Wohnung und damit zu einem Mikrokosmos, dessen Regeln ihm fremd sind und der seinen Blick auf die Realität verändert. Hertha von Gebhardt entwirft in ihrem 1947 erstmals veröffentlichten und von Gabriele Tergit hochgelobten Roman ein Panorama an Geschichten, Schicksalen und Perspektiven und vermittelt ein eindrückliches Bild vom jüdischen Leben in Berlin 1942 zwischen Alltag und Verfolgung. Herausgeberin Doris Hermanns lebt 2015 als freie Autorin und Übersetzerin in Berlin. Zur Frankfurter Buchmesse wird sie vom Netzwerk der BücherFrauen als "BücherFrau des Jahres 2021" ausgezeichnet.

Präsentiert von AvivA Verlag 

17.00 UHR | LESUNG: „LUX”

Lux bricht aus. Sie reist in die USA, macht sich auf die Suche nach dem Wahren, dem Gefährlichen, das die Glasglocke über ihr zum Splittern bringt. Sie trifft Kat. Eine junge, irritierend schöne Frau, eine amerikanische Nomadin mit schneeweißem Haar. Gemeinsam begeben sie sich auf einen Roadtrip von Osten nach Westen, quer durch die USA, bringen sich gegenseitig an ihre Schmerzgrenzen, laufen aus dem Ruder. Lux ist auf der Jagd nach sich selbst. Aber was will Kat? Ein Roman über das, was vom amerikanischen Traum zwischen all seinen Kopien übrigbleibt, und ein hypnotischer Abgesang auf die Welt der schönen Bilder, leuchtend und poetisch wie grausam und roh. Eine Geschichte über Vertrauen und Missbrauch, über Macht und Verletzlichkeit. Olivia Kuderewski, 1989 geboren, lebt in Berlin. „Lux“ ist ihr erster Roman.

Präsentiert von Voland & Quist

17.30 UHR | LESUNG: „MEINE KLEINE GROßMUTTER UND MR. THURSDAY ODER DIE ERFINDUNG DER ERINNERUNG”

Linda, Übersetzerin aus dem Persischen, lässt sich gern von ihren Träumen lenken, und so findet sie sich eines Tages in Lüneburg wieder: Dort lebte ihre kaum gekannte Großmutter Ida unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg, geflohen aus Oberschlesien, verwitwet, mit fünf Kindern. Knapp eineinhalb Meter groß, arbeitete sie für den »Direktor des englischen Kinos«. Dieser Halbsatz entzündet Lindas Phantasie, und schon ist sie mitten in der Zeit der britischen Besatzung, von 1945 bis 1949. Indem Linda aus Sehnsucht nach der Großmutter, die sie nicht hatte, zu deren Erzählerin wird, verändert sie sich selbst – und erzählt noch dazu die Geschichte einer ganzen Epoche. 
Tanja Langer ist Autorin zahlreicher Erzählungen, Hörspiele und Romane. Ihre Werke wurden in viele Sprachen übersetzt. 2016 gründete sie den polyphonen Bübül Verlag Berlin, der Kunst, Literatur und viele Sprachen verbindet. Seit März 2020 macht sie den Youtube Vlog “Zuflucht im Schönen” über Literatur und Kunst. 

Präsentiert von Mitteldeutscher Verlag 

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